
Ein Essay über unkreatives Schreiben mit LLM entsteht in einer einzigen Sitzung mit dem Sprachmodell Claude, in acht aufeinanderfolgenden Prompts am 25. September 2026. Der erste Prompt gibt den Titel. Der zweite nennt fünf Bezugspunkte zur Einarbeitung — Goldsmith, Bajohr, Becker, das Halbzeug-Konzept Blumenbergs, das Bild der Schreib-Maschinen. Ab dem dritten Prompt wendet sich das Verfahren gegen den eigenen Text: Markierung von KI-Phrasen und KI-Mustern in eckigen Klammern, Ausweitung auf alle prüfungsbedürftigen Stellen, Prüfung auf Stringenz und Konsistenz, ein Lektorat, zwei Schlussbemerkungen zu den Prüfmaßstäben und zum Übersetzungsschatten des LLM-Deutsch.
Die Frage war, was ein Sprachmodell hervorbringt, wenn es aufgefordert wird, seinen eigenen Text mit den Kategorien zu prüfen, aus deren Sprache dieser Text stammt. Nicht, ob das Ergebnis gelingt: es gab keinen fertigen Text als Ziel, sondern das laufende Verfahren.
Von mir sind nur die acht Prompts, im Wortlaut und in der Reihenfolge der Eingabe, Tippfehler eingeschlossen. Kein Umformulieren, keine Auswahl aus mehreren Fassungen, keine Nachbearbeitung, keine Faktenkorrektur an der Modellprosa.
Abgedruckt sind alle acht Prompts und die vollständigen Modellausgaben, unverändert und in der Reihenfolge ihrer Entstehung.
© Sascha Büttner für Konzeption, Prompts und Zusammenstellung
Download — 25 Seiten, PDF. Diese Datei darf unverändert und unentgeltlich weitergegeben werden. Jede Bearbeitung, Teilveröffentlichung oder kommerzielle Verwertung bedarf der schriftlichen Zustimmung.